Diäten im Vergleich – für Bodybuilding und Fitness


Bevor man sich mit einer Diät befasst, sollte man den Begriff klären, denn im Deutschen wird das Wort zuerst vor allem mit dem Abnehmen in Verbindung gebracht und nicht so sehr mit einer gezielten aufbauenden Ernährungsform. Das englische Wort „diet“ trifft den Sachverhalt hier besser. Jede Diät, und hier ist nicht die Entlohnung für Politiker gemeint, ist ein zielorientierte Programmierung der Nahrungsaufnahme.

Auf das Bodybuilding bezogen bedeutet dies, dass am Anfang die Frage stehen muss, ob das Fitnesstraining oder das Shaping, im Vordergrund steht. In der Hauptsache steht das Ziel im Mittelpunkt, einen Körper zu formen, zu trainieren und zu erhalten, der im Wesentlichen von den Muskeln bestimmt wird und nur noch ein Minimum an Körperfett aufweist.

Die verschiedenen gebräuchlichen Diäten fördern entweder den Muskelaufbau oder reduzieren das Gewebefett bzw. kombinieren beides. Ohne körperliches Training kommt aber keine Diät aus.

Low Carb Diät:

Die wichtigste Diät ist unter dem Begriff Low Carb Diät bekannt, eigentlich ein Sammelbegriff für verschiedene Diätprogramme mit dem Ziel, die Aufnahme von Kohlenhydraten auf ein sehr geringes Maß zu reduzieren. Eine Low Carb Diät verzichtet daher weitgehend auf die Zufuhr von Lebensmitteln, die stärke- oder zuckerhaltig sind oder Alkohol enthalten sprich kohlenhydrate enthalten und beschränkt die Nahrung auf Eiweiß und Fett. Dadurch wird der (Blut-)Zuckerhaushalt im Körper radikal verändert, mit dem Ziel die Muskelbildung zu fördern.

Anabole Diät:

Die anabole Diät gilt als besonders beliebte Form im Low Carb Bereich und darf nicht mit dem Doping durch Anabolika verwechselt werden. Die anabole Diät verzichtet besonders extrem auf die Zufuhr von Kohlehydraten und ist gezielt auf den Aufbau von Körpergewebe, also Muskeln ausgerichtet. Der Energiebedarf soll vorwiegend aus dem körpereigenen Fett gezogen werden. Als Vorteile dieser anabolen Diät werden die Reduzierung von Heißhungerattacken, die Verbesserung der Blutfettwerte und die Steigerung der Hormonwerte genannt.

Metabole Diät:

Die metabole Diät ist nur noch eingeschränkt eine Low Carb Diät. Sie ist, wie im Begriff metabol schon ausgedrückt, ein Mittelweg zwischen reiner Muskelbildung und Ausdauerfähigkeit. Sie baut auf einem präzisen Speiseplan auf, der je nach Training bzw. trainingsfreien Tagen sehr genau eingehalten werden muss, um zu einem Erfolg zu führen.

Die lange Zeit allgemein beliebte Low Fat Diät baut sich fast ausschließlich auf Eiweiß und Kohlehydraten auf und hat ihre Berechtigung vor allem für das Abnehmen, weniger für den Muskelsport. Der Hormonaufbau wird durch den Fettmangel gestört, und das für die Muskelbildung so wichtige Testosteron kann nur unzureichend ausgeschüttet werden.

Intermittierendes Fasten:

Intermittierendes Fasten ist mehr ein Weltanschauung als eine Diät. Es wechseln sich Nahrungsaufnahme und Fasten in einem bestimmten Rhythmus ab, in der Regel tageweise. Für die Art der Nahrung gibt es sehr unterschiedliche Schul-Meinungen. Entstanden ist diese Diät aus der Vorstellung der Verzögerung des Alterns, die aber im Gegensatz zum Laborversuch beim Menschen bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Für das Körpertraining bringt es keine erkennbaren Vorteile.

Trennkost:

Trennkost basiert auf einer Idee des Amerikaners Howard Hays und wurde in Deutschland als sogenannte KFZ-Diät modifiziert. Man trennt entweder abwechselnd Eiweiß und Kohlenhydrate in der Nahrung oder Kohlenhydrate und Fette.

Fast alle Diätprogramme haben ein gewisse Einseitigkeit, die auch Gefahren in sich birgt. Vom Gesundheitsrisiko gesehen ist für das Bodybuilding die metabole Diät die günstigste, bezüglich der Wirkung aber die anabole. Zusatzpräparate sollten bei jeder Diät aber nur mit größter Vorsicht und möglichst unter Aufsicht eines Arztes eingesetzt werden.

Fazit:

Jeder sollte für sich selber herausfinden welche Diät am besten für einen ist. Ich persönlich habe mit einer kohlenhydratreduzierten Ernährung schnelle Erfolge erzielt. Dauerhaft empfehle ich allerdings das gute, alte Kalorienzählen. Denn die Energie, die zugeführt wird, muss auch verbrannt werden. Was zuviel ist, wird in Form von Fett im Körper angelagert.

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